Pädagogik

Das allgemeine Ziel eines Aufenthaltes im Kinder- und Jugendheim ist die Hinführung der Kinder und Jugendlichen zu eigenständigen, anpassungsfähigen und selbstverantwortlichen Persönlichkeiten. Dafür stellen wir den Kindern und Jugendlichen im übertragenen Sinne eine Bühne zur Verfügung. Darauf dürfen und sollen sie sich ausprobieren, sich verwirklichen, ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Dabei können sie Angefangenes auch mal abbrechen und Neues in Angriff nehmen. Damit sich bei der Suche nach der eigenen Ausdrucksform niemand verzettelt und daraus auch ein Lerneffekt für den Alltag resultiert, geben wir den Rahmen vor und zeigen die Grenzen auf. Diese Interventionen kommen ohne Belohnungs- oder Bestrafungssystem aus und sind eng mit dem Verhalten der Kinderund Jugendlichen verknüpft. Dazu müssen wir beweglich bleiben, Strategien ausprobieren und vor allem die jungen Menschen dort abholen, wo sie stehen.

Auf Augenhöhe

Wir begegnen Kindern und Jugendlichen respektvoll und wertschätzend, denn wir wollen ihnen Vertrauen ermöglichen und einen offenen Austausch erreichen.  

Ausführliches Pädagogik-Konzept

Schwerpunkte unserer Arbeit

Milieutherapeutisches Denken und Handeln 

  • Partizipation: Mitentscheidung, Mitverantwortung, Autonomie
  • Offene Kommunikation: Klarheit und Deutlichkeit, Offenheit und Transparenz
  • Soziales Lernen: Reflexion, Lernen am Modell, ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Leben in der Gemeinschaft: Gruppenveranstaltungen als zentrale Interventionsinstrumente
  • Eigener, gemeinsamer & fremder Raum: Erfahren und Erleben, Mitgestalten, Grenzen erkennen und achten
  • Selbständigkeit und Verantwortung: Unterstützung und Anleitung, Fürsorge und Kontrolle
  • Empathische Grundhaltung: Bestätigung und Auseinandersetzung, Bestärkung und Konfrontation
  • Interdisziplinäres Arbeiten: Gemeinsame Überzeugungen und Haltungen, multiprofessionelle Behandlungsplanung, Kooperation mit externen Fachpersonen
  • Familienarbeit: Einbezug des Herkunftsmilieus, Kompetenzen und Expertise von Eltern und Angehörigen

 

Phasenkonzept

  • Das Phasenkonzept beinhaltet eine dreiteilige Gliederung. Der Reihenfolge entsprechend unterscheiden wir zwischen Eintritts-, Aufenthalts- und Austrittsphase.
  • Eintrittsphase: Beobachtung der Persönlichkeit während 8 bis 12 Wochen und abschliessend Standortbestimmung.
  • Aufenthaltsphase: Lernen die Situationen «Wohnen», «Schule/Ausbildung» und «Freizeit» besser zu bewältigen, Entwickeln lebenspraktischer Fähigkeiten, intensivierte Konfrontation mit dem Realitätsraum und periodische Standortbestimmungen.
  • Austrittsphase: Planen des Anschlussprogramms der Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Angehörigen und den involvierten Behörden.

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